Caro wird fit!

Shut up and squat!

Die E-Mail an Ingo war schnell geschrieben. Hallo, ich bin, ich will ein Probetraining, wann geht das denn? Und die Antwort kam nur wenige Minuten später. Einige Fragen zu meinem Fitnesslevel *hust* und Donnerstag kann es los gehen.

10.01.2013

Da stehe ich mit 10 anderen, die mal mehr mal weniger von Crossfit gehört haben. Hart soll es sein. Langhantel, Kettlebell, alles schonmal probiert vor ähm, sehr langer Zeit. Ich schaue in die Runde und stelle fest, dass ich mit Abstand die unfitteste bin. Die anderen bringen stark unterschiedliche Erfahrung mit, aber so wie ich die Sache sehe, bin ich hier klein Dickie in der Runde. Was soll’s. In jedem anderen Studio hätte man mir jetzt Geräte gezeigt, Umkleide, Sauna und andere Wellnessanlagen. Gibbet nicht hier in der Box. Hier gibt’s Trainer, Trainingsfläche, Trainingsgeräte (Sandsäcke, freie Gewichte und so, nix Chipkarte ins Gerät einstecken) und das war es dann. Irgendwie wie eine Turnhalle von früher,nur besser. Mir gefällt es…ich brauche keinen Schnickschnack und keinen Espressoautomaten.

Die Trainer, Ingo und Kenneth, stellen sich vor und kommen gleich auf den Punkt: „Was macht man beim Probetraining, wenn man keine Geräte testen kann? Man testet die Trainer! Also los geht’s!“. Sie erklären, wie alles ablaufen wird. Heute Probetraining, ab Samstag gibt es dann ein Bootcamp, damit wir alle die Grundlagen lernen, drei Wochen lang. Zehn Stunden. Das WOD Workout of the Day wird an die Tafel geschrieben und wir erhalten gleich noch kostenlosen Englischunterricht. Jede Übung hat eine englische Bezeichnung, damit alle Crossfitter weltweit verstehen, um was es geht.

Wir starten mit Squats, Kenneth erkennt gleich die Schonhaltungsqueen und zeigt mir, wie ich noch weiter nach unten komme. Die beiden achten wirklich auf jede Kleinigkeit. Sollen wir doch direkt am Anfang schon alles richtig ausführen, damit erst gar keine falsche Haltung antrainiert wird. Das gesamte Training ist für meine Verhältnisse ultrahart, so hart habe ich vor zwei Jahren zum letzten mal trainiert. Und ich erkenne einmal mehr, wie sinnlos meine Crosstrainerstunden waren. Nach wenigen Minuten bin ich völlig verschwitzt, nach der zweiten Runde Step Ups packt mich der Ehrgeiz und ich versuche mitzuhalten, so gut es nur geht. Die Stunde halte ich durch, muss aber einige Übungen mit weniger Wiederholungen ausführen, um mitzukommen. Am Ende bin ich völlig erledigt und der erste Schluck Wasser lässt ein leichtes Übelkeitsgefühl aufkommen.

Als ich die Box verlasse, zittern mir die Beine und ich steige ausgepowert, aber so glücklich wie lange nicht mehr in mein Auto.

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