Caro wird fit!

Shut up and squat!

Als ich heute morgen ins Sportbekleidungsgeschäft meiner Wahl hetze, ist mir schon klar, dass die Auswahl nicht groß sein wird. Ich suche nämlich enge Sporthosen und die in lang, knöchellang. In der Damenabteilung schreit es Sommer in allen Farben. Superschicke knappe Sporthöschen in grellbunt, Dreiviertelhosen und ein Kleiderständer voll von den Hosen, die man allgemein als Jazzpant kennt. Versteht mich nicht falsch, dagegen habe ich grundsätzlich nichts, aaaaaber….ich mag nichts, was mir um die Beine rumschlabbert und zur Zeit kann ich auch keine Hose brauchen, deren Hosenbeine mir bis zu den Knien rutschen, wenn ich zum Beispiel Harmstring Hell vor mir habe. Kein Gezupfe während des Trainings!  Also los, los in die Laufecke, ich habe nämlich nicht mehr viel Zeit. Wie zu erwarten gibt es dort schwarz, schwarz und schwarz, aber immerhin einige verschieden Marken.

Wie so oft greife ich zunächst zu einer Laufhose von Nike, weil die bei mir meist sehr gut sitzen. Allerdings ist dies vom Stoff her sehr fest und genau bei diesem Stoff weiß ich aus der Erfahrung heraus, dass die klitzekleinen, grünen Teppichbodenfitzel aus dem Core mit hunderprozentiger Sicherheit so darin hängen bleiben, dass sie niemals wieder da raus gehen. So käme ja wenigstens etwas Farbe ins Spiel. Die herbeigeeilte Verkäuferin drückt mir schnell noch eine Odlo-Laufhose in die Hand, bevor ich in der Umkleide verschwinden kann. Die solle ich unbedingt als Alternative probieren. Und was soll ich sagen, sie hat einen guten Griff getan. Die Odlo-Laufhose ist extrem glatt, der Stoff glänzt trotzdem nicht zu sehr. Außerdem ist sie deutlich dünner, ohne die Haut durchscheinen zu lassen. Perfekt! So schnell habe ich noch nie eine Sporthose gekauft.

Und warum jetzt all der Stress am Samstag? Als ich heute früh vorbereitet für’s Training neben dem Mann stehe, sagt dieser folgendes: „So willst Du aber nicht wirklich aus dem Haus??!!“. Während ich so an mir runter sehe, denke ich, frage ich mich das auch.

Die Sache ist nämlich die – ähem – seit etwa einem Jahr gehe ich zum Sugaring. Irgendwann war mir das rasieren zuviel. Beim sugern wachsen zudem die Haare nicht ein und die Haut ist wirklich lange sehr glatt. Der große Nachteil gerade im Sommer ist aber, dass man ja erstmal wachsen lassen muss. Obwohl ich keinen Yetiartigen Haarwuchs habe, sieht das so kurz vor dem nächsten Termin schon ziemlich fies aus. Man schwitzt sich dann auch gerne mal in langen Hosen durch die bisher heissesten drei Tage des Jahres. Was ich jedoch nicht bedachte ist, dass die einzige lange Hose, die ich bis jetzt noch besaß mittlerweile sogar trotz Gummizug einfach so an mir runter rutscht. Nach fast 8 Jahren hat sie auch ihre besten Zeiten hinter sich. Dreiviertelhosen hätte ich noch, aber die gehen gerade jetzt so gar nicht. So kann man sich keinesfalls vor die Tür trauen.

Und so kommt es, dass ich auch Sommer nach langen Laufhosen verlange, um mir eine Stunde später im Training angeekelte Blicke zu ersparen 😉 jaja, ich übertreibe jetzt. Wer wird mir schon so genau auf die Beine schauen? Nichts desto trotz gibt mir die lange Hose ein seeeehr viel besseres Gefühl!

 

Im Training wird es heute Kettlebelllastig. YAY! Ich liebe, liebe, liebe alles was man mit Kettlebells machen kann! Im Warm Up ist aber wieder ersetzen angesagt. Die Goblet Squats mache ich nur auf halbe Höhe und beim Turkish Get Up muss ich vollständig passen. Es wird Bird Dog daraus. Ein kurzer Moment in dem ich losweinen könnte, wie ein kleines Kind. Es geht mir so dermaßen gegen den Strich eine Extrawurst zu machen. Ich will alles mindestens genauso schaffen wie alle anderen. Dafür klappt es bei den Kettlebell Clean hervorragend. Wir machen 8 Runden a 3 Kettlebell Clean e/s, 5 Mr. Spectactular (toll, toll, toll!) und 9 KB Swings. Punkt eins und zwei mit je 8kg und die Swings mit 16kg. Die Musik dröhnt mir in den Ohren, der Puls ist in schwindelerregenden Höhen und ich pruste vor Anstrengung. Genauso habe ich das Training am liebsten. Nach der Runde muss ich mich erstmal ablegen, während mir Ingo netterweise das Rudergerät anschleppt. Denn auch den Shuttle Run ersetze ich durch Rudern. Danach folgen noch drei Runden Standing Flunder, Mantis und Scorpio plus ein paar gequälte Gesichter  beim Benutzen der Foam Roll.

Toll wars!

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2 thoughts on “Warum ich im Sommer lange Laufhosen kaufe

  1. arwen1234 sagt:

    Sugaring, das kannte ich noch gar nicht. Aber ich mag lange Hosen beim Training auch lieber, da muss ich mir einfach keine Gedanken ala „sind meine Schenkel bei der Übung zu gequetscht und sehen fett aus?“. ^^

  2. Caro sagt:

    Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich die Schienbeine bei den Deadlifts nicht aufreibt…passiert mir nämlich auch ganz gerne mal.

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