Caro wird fit!

Shut up and squat!

Als Hessin kommt man ja nicht einfach mal so in Berlin im Sauvage vorbei, dem einzigen Paleo-Restaurant, das ich in Deutschland kenne (ich bin mir sogar recht sicher, dass es Deutschlandweit das einzige ist). Nun war ich aber am Wochenende mit sehr lieben Freundinnen in Berlin und konnte alle überzeugen, mich ins Sauvage zu begleiten. Reserviert haben wir für 20Uhr und leider nicht explizit erwähnt, dass wir gerne draußen sitzen möchten, so war für uns drin ein Tisch geplant. Das Sauvage ist sehr rustikal eingerichtet, es ist etwas dunkel drinnen, aber durchaus gemütlich. Im Winter bei Kerzenschein stelle ich es mir sehr schön vor und es ist schon so, wie ich es mir im Paleo-Style vorstellte.

Wir bestellten zwei Vorspeisen, den gemischten Salat mit Harrissa Steak und die Cracker mit dreierlei Aufstrichen. Die Cracker schmeckten mir sehr gut, von den Aufstrichen mochte ich jedoch die Oliventapenade nicht so gerne, das Pesto und das Pfirsisch-Chutney fand ich jedoch klasse. Vom Salat durfte ich ebenfalls probieren, das Steak war schön würzig und laut Aussage einer meiner Begleiterinnen war der Salat insgesamt eine sehr gute Wahl.

Als Hauptspeisen bestellten wir den Schweinebauch mit Molesoße, einmal mit und ohne Koriander, als Beilage Yukawurzelpürree und Ratatouille. Die anderen beiden Damen entschieden sich für die gefüllte Artischocke und den Petersfisch. Als einzigen Fleischgang Schweinebauch anzubieten finde ich allerdings etwas gewagt. Ich persönlich mag ihn sehr gerne, wenn er gut gemacht ist. Ich kenne jedoch einige Menschen, die Schweinebauch von Konsistenz und Geschmack her ganz und gar nicht mögen. Damit bliebe da nur noch Fisch oder die vegetarische Variante. Der Hauptgang kam recht zügig nachdem wir die Vorspeise beendet hatten, was uns sehr gelegen kam, wir waren nämlich alle außerordentlich hungrig. Die Freundin mit der vegetarischen Variante blieb es leider auch, obwohl sie vorab den Salat hatte. Zugegenermaßen war die Portion wirklich sehr überschaubar im Vergleich zu den Fisch- und Fleischgerichten. Allerdings muss die Artischocke auch extrem gut geschmeckt haben, davon war sie wirklich begeistert. Mein Schweinebauch hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, schön knusprig und das Gemüse dazu noch genauso knackig, wie ich es am liebsten mag. Der Fisch hingegen war eine Enttäuschung. Er schien kaum gewürzt, und war in der Mitte noch deutlich mehr als leicht glasig. Das war sehr schade, denn abgesehen von der kleinen Portionsgröße hätte es ein Erfolg werden können. Insgesamt hatten wir für unsere Geschmäcker wohl auch eine unglückliche Woche erwischt, denn die vorhergehenden Karten sprachen mich doch alle deutlich mehr an.

Der Service war über den Abend hinweg wirklich reizend, wenn auch zum Ende hin (als wir zahlen wollten und es bereits sehr voll war) etwas weniger aufmerksam. Man hatte sich leider um einen erheblichen Betrag zu unseren Ungunsten verrechnet. Das kann vorkommen, darf aber nicht.

Nun las ich noch im Nachhinein, dass das Sauvage im Stadtteil Prenzlauer Berg neu eröffnet und die Karte daher in einer Übergangsphase auch wenig angepasst wird, das erklärt doch einiges…vielleicht komme ich nochmal nach Berlin und habe starte einen zweiten Versuch.

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