Caro wird fit!

Shut up and squat!

Weil es gerade noch brandaktuell und so frisch ist, starte ich mit dem aktuellsten. Einer dreitägigen Wandertour, die der Club und Mountaineer Athletics gemeinsam veranstalten. Oder sagen wir mit der Informationsveranstaltung dazu, denn die Wanderungen findet erst an einem Wochenende Ende Juni statt. Bis dahin bereiten sich alle, die mit wollen, mit einem speziellen sechswöchigen Trainingsprogramm darauf vor. Und da ich mit will, bin ich auch mit dabei.

Ein wenig wundert mich meine jetzige Begeisterung an einer Wanderung teilzunehmen allerdings schon. Diverse Kindheitstraumata sollten mich zwingend davon abhalten. Die einzige Wanderung, die ich in den letzten Jahren machte, war als Drückjagd getarnt (Danke, Papa!). Wenn ich von einem Kindheitstrauma spreche, dann schreibe ich hier nicht von den sonntäglichen Wandertouren, die jedes Kind wohl mal mitmachen muss. Ich rede von Übernachtungen im Wald ohne Zelt, vom teilen einer Hängematte mit dem Bruder, von Blasen an den Füßen, von Bundeswehr-Einmannpacks, von Essen, das Postlagernd versendet wird, von Isostar, scheuernden Kinderrucksäcken, noch mehr und noch schlimmeren Blasen an den Füßen, von Mückenstichen, die sich nicht mehr zählen lassen, von tausendfachen Fragen „Wann sind wir denn endlich da???“ aus meinem Mund. Das war über Jahre meine Haupterinnerung an die Westwegwanderung, die mein Bruder und ich mit unseren Eltern schon in sehr jungen Jahren absolvieren durften.

Über die Jahre hinweg erinnere ich mich aber immer öfter an die schönen Seiten dieser Wanderung. An die Hunde, die immer gutgelaunt mitliefen, ihren eigenen kleinen „Rucksack“ tragend. Daran, dass Kartoffelgulasch aus dem Einmannpack mein allerliebstes Essen war. Ich denke daran, wie mein Bruder und ich aus Hartkeksen, Kaugummi und dieser scheusslichen Schokolade, die es damals gab, völlig abartige Kombinationen gebastelt haben. Ich erinnere mich an eine Tretbootfahrt auf dem Mummelsee, an meinem Bruder, der in selbigen gefallen ist (‚tschuldigung, es ist immer noch lustig). Mir fallen die schönen Momente wieder ein, den Waldgeruch, den Ausblick an einigen, besonders schönen Stellen…kurzum, wandern ist doch gar nicht sooooo schlecht. Warum also nicht? Und dann gleich so eine richtige Bergtour! Eine besondere Herausforderung mehr für dieses Jahr. Eine Tour, bei der man bei gutem Wetter nach einem langen Aufstieg mit einem Blick belohnt wird, der einem Jahre später noch das Herz aufgehen lässt? Ich bin dabei!


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2 thoughts on “Gipfelsturm

  1. Claudi sagt:

    Und weißt Du schon, ob es diesmal mit Zelt statt finden wird? 😉

    1. Caro sagt:

      Ohne. Dafür aber in der Hütte, das ist allemal besser 🙂

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