Caro wird fit!

Shut up and squat!

Der frühe Vogel tirilliert heute schon um 4.30Uhr, in Worten Vieruhrdreissig. Dieses Mitstück muss ganz besonders gut Laune haben, es brüllt nämlich fast in mein Ohr. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich behaupten, dass der Wurmfänger direkt an der Bettkante neben meinem Ohr sitzt, um mich aus dem Bett zu zwitschern. Das sind Momente in denen ich das Fenster noch weiter öffnen und „Halt die Freeeeesseeeeee!“ schreien möchte. Aber das bringt ja nichts. Seit ich die 30 überschritten habe, leide ich ja ohnehin an seniler Bettflucht und wache regelmäßig zu Unzeiten auf. Dazu kommt aber, dass mir mein Schlaf heiliger ist, als alles andere. Nichts lässt mich einen Tag übellauniger beginnen als unterbrochener oder zu früh endender Schönheitsschlaf. Wer’s nicht glaubt, fragt meine Familie, insbesondere den Mann, der an solchen Tagen am allermeisten leiden muss. Ich habe nicht nur Zickenknie und Zickenhüfte, zicken kann ich auch ohne Schmerzen ganz gut, wenn mein Körper nach Schlaf giert. Nur ein paar Minuten liegen, nur nochmal kurz die Augen zumachen, meistens funktioniert das nicht. Heute früh wird wie von Zauberhand immerhin schnell das Fenster geschlossen, um den Schreihals mit der ekelhaft guten Laune auszusperren. So kann ich bis 5.50Uhr noch vor mich hindösen oder besser – alle 20Minuten auf die Uhr schauen und feststellen, dass gleich Ende ist mit dösen. Die gereizte Stimmung lässt aber auf sich warten. Ich schaffe es, ein wenig still vor mich hinzuleiden und mir einen Butterkaffee zu machen.

Etwas knitterfaltig im Gesicht mache ich mich auf den Weg ins Training. Der frühe Vogel ist mittlerweile leise. Vielleicht hat er sich ja nochmal hingelegt, jetzt wo die wichtigste Aufgabe des Tages erledigt ist – Caro aus dem Bett werfen. Immerhin sind heute keine Ausparkdramen zu erwarten, ich habe mir schon am Abend einen strategisch günstigen Platz gesucht. So komme ich mehr als rechtzeitig an und kann in Ruhe dabei zusehen, wie das Workout imm mehr Platz an der Tafel einnimmt. Rudern bin ich gewöhnt, das Knie und ich haben das Rudergerät schon ganz oft genutzt. Nur das Laufen macht mir zur Zeit immer noch Sorgen. Wobei ich heute mal ausnahmsweise nicht sicher bint, ob meine Schmerzen von der Massage am Montag oder vom letzten Training kommen. Fakt ist: Rennen tut weh. Man könnte jetzt also trotz Schmerzen rennen (nur bregenzt zu empfehlen), aufgeben (keine Option) oder gehen. Ich entscheide mich für eine Mischung aus 1 und 3, für mich die beste Option. Ich mag dieses rausstreichen nicht. Ok, mal angenommen ich könnte die Bewegung jetzt gar nicht ausführen, dann muss eben durch etwas anderes ersetzt oder eben von vornerein entsprechend skaliert werden. Zwischendurch gehe ich also, aber immer noch besser als stehen bleiben. Die Sandbag Get Ups muss ich dann aber doch auslassen, dafür reicht die Zeit nicht mehr. Das Training endet heute erst um 08.10Uhr, da haben wir ganz schön lange gebraucht.

WOD Donnerstag

Nach all den Runden ist dann aber auch der frühe Vogel vergessen und ich fahre mit guter Laune ins Büro, in der Tasche den Trainingsplan für den Liebsten, der jetzt hochoffiziell auch auf den Berg darf und muss. Ich freu‘ mich schon riesig! 🙂

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