Caro wird fit!

Shut up and squat!

„Watch your step! Watch your step! Watch! Your! Step!“ seit zehn Minuten habe ich die Flughafenlaufbandansage im Kopf. Nicht etwa, weil ich seit zehn Minuten mit auf einem der Laufbänder am Flughafen stehe. Nein, ich gehe seit zehn Minuten bergab, mal wieder. Wir sind mittlerweile seit etwa drei Stunden unterwegs. Ich habe schon etwa zwanzig mal gedacht, dass ich nicht mehr könnte und konnte dann aber doch noch. Berg hoch, Berg runter. Und obwohl es jetzt schon über 30Grad sind und wir alle schwitzen wie in der Sauna, macht es Spaß. Es macht vor allen Dingen deswegen Spaß, weil ich heute neben vielen kleinen Schritten einen ganz besonders großen gemacht habe. Ich kann atmen. Wie jetzt? Atmen? Kann doch jeder? Ja, kann tatsächlich jeder. Nur ich eben bis heute nicht richtig. Wo meine Lunge letzte Woche und schrilles Pfeifen produzierte, weil ich mich nicht in der Lage fühlte tief Luft zu holen, da schaffe ich es heute mit sehr (sehr, sehr, sehr) viel Konzentration einzig und allein auf eine Sache zu achten: Einatmen, ausatmen, gleichmäßig bleiben, nicht panisch werden, weil es anstrengend ist. Auf den Boden schauen. Bloß nicht nach oben. Schritt für Schritt nach vorne gehen. Auf den ersten Metern sehe ich noch Sternchen. Dann wird es ganz langsam besser. Ganz langsam. Mehr Luft kommt in die Lungen. Die Panik verschwindet langsam. Das Pfeifen ist weg. Selbst das Atmen muss man manchmal wieder neu erlernen.

 

Bergab ist das natürlich nicht mehr nötig. Ich bleibe dennoch konzentriert, was auch bitter nötig ist. Wer nicht auf sich achtet, wird später von seinen Knien daran erinnert. Und Kenny erinnert uns immer wieder bevor unsere Knie es tun. Irgendwann taucht die Laufbandstimme auf. Nervtötend lässt sie mich nicht mehr los, bis wir nach über 4Stunden wieder am Parkplatz angekommen sind.Es ist heiss, ich bin völlig fertig und überglücklich. So fühlt sich Stolz an!

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Wir schreiben mittlerweile Woche 4 des Gipfelsturmtrainings. Jetzt geht es voran.  Auch wenn die Bedingungen in dieser Woche besonders erschwert waren. Wegen einer Schulung war ich unterwegs und musste zwei Workouts im Hotelfitnessraum absolvieren. Schonmal Scotty Bobs mit solchen Hanteln versucht?

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Immerhin gab es ein Rudergerät, so dass ich mir für den Ersatz der Laufeinheit nicht noch eine weitere Alternative überlegen musste. Allerdings war schon der Start ins Training eine Herausforderung. Punkt 5 Uhr Ortszeit war aufstehen angesagt, um das Training zu absolvieren und pünktlich zur Schulung erscheinen zu können. Vor dem Trainingsraum endete mein versuch aber recht schnell, es war noch abgeschlossen. Glücklicherweise konnte ich den Concierge überzeugen, dass ich dringend!!! genau jetzt in diesen Raum muss. Ich muss ziemlich verzweifelt ausgesehen haben, er ist sofort mit mir nach oben gelaufen und schloss für mich auf.

Ich bin jetzt schon gespannt, was nächste Woche auf uns wartet. Die Wanderung am Sonntag wird laaaaaang.

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