Caro wird fit!

Shut up and squat!

Das ist doch genau das was man nach einer kurzen Nacht brauchen kann. Mit völlig übermüdetem Körper und Geist ins Gym einlaufen und an der tafel etwas vorfinden, was einen Glauben lässt, man befände sich noch zuhause. Im Bett, schlafend. Hundert verdammte Barbell Burpees – for time. Ja, natüüüüüürlich! Für die Damen mit gnädigen 25kg. Vor einigen Tagen erzählte mir noch der liebe Herr Gemahl von solch einem Training und ich dachte für mich: „Was habe ich nur für ein Glück, dass ich an dem Tag nicht da war!“. Zu gefreut. Jetzt trifft es mich doch. Am frühen Morgen. Am frühen Morgen nach einer kurzen Nacht. Am frühen Morgen nach einer Nacht, die deswegen kurz war, weil Deutschland am Abend vorher Fußballweltmeister wurde! ALTER!

WODMontag

Nach dem Warm Up überlege ich kurz, ob ich gleich nur mit der Stange anfangen soll. Dann verteile ich aber großzügig 2,5kg-Scheiben. Erstmal mit Zielgewicht versuchen. Nach 25 Wiederholungen ist mir das Zielgewicht dann wurscht. Runter mit den Scheiben. Mir tropft der Schweiss sonstwohin, unter anderem auch ins Auge und meine Füße schlafen ein, weil ich mal wieder die Schuhe zu eng geschnürt habe. So mache ich dann Barbell Burpees: Ein Auge zugekniffen, in der Hoffnung, dass mir der Schweiß nicht auch noch ins andere Auge tropft. Tänzelnd, um irgendwie wieder Blut in die Füße zu bekommen. Und mit einer darauf folgenden Ausführung der Übung, über die ich mal lieber den Mantel des Schweigens ausbreite. Immerhin sieht’s um mich herum, bis auf wenige Ausnahmen, auch nur bedingt besser aus. Ich für meinen Teil entscheide mich gegen ein Training in Schuhen und für Durchblutung in den Füßen, nachdem ich endlich wieder sehen kann. Und ich ändere meine Meinung nach genau einer Wiederholung. Der Wiederholung bei der ich mit den Füßen wegrutsche und nur durch (und ich wundere mich sehr darüber) 1a-Reflexe, nicht mit dem Kinn auf der Stange lande. Also Schuhe wieder an, wischen, weitermachen. Das ist dann auch schon der Punkt an dem die meisten fertig sind. Unfassbar schnell. Ich brauche für meine 100 Barbell Burpees über 30 Minuten und schaffe es damit auf den „letzten Platz“ beim Frühstückssport, aber ich hätte auch alle 100 gemacht, wenn es 45 Minuten gedauert hätte oder eine Stunde oder den ganzen Tag. Irgendwie wollte ich das nicht auf mir sitzen lassen. Hundert Barbell Burpees zur Weltmeisterschaft! Check!

An dieser Stelle Danke an Christian, der immer genau dann, wenn ich dachte, dass ich mir die Barbell doch einfach auf den Kopf fallen lassen könnte, um das nicht weiter erleben zu müssen, gemerkt hat, dass Anfeuern angesagt ist. Ein Glück, dass er sich nicht schon wegen der Weltmeisterschaft völlig heiser geschrien hat…ohne das ein oder „Weiter gehts!“ würde ich wohl immer noch auf dem Gymboden liegen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: