Caro wird fit!

Shut up and squat!

Wichtig für die Verpflegung: Für alle Paleos, euch sei schonmal gesagt, ihr werdet hier kein geeignetes Futter finden. Wer Vegetarier oder gar Veganer ist, sollte sich auch besser selbst etwas zu Essen mitnehmen. Um das Muddervillage war nämlich erstmal gar nichts zu finden. Sowieso schonmal nichts, was man zu Fuß hätte erreichen können. Wer sich etwas zu essen kaufen wollte, kam also kaum um das „bratwerk by Mario Kotaska“ rum. Auf der Homepage spricht man vollmundig von Gourmet Fastfood und dem Rock-n-Roll Imbiss. Leider entsprach das Angebot aber nicht ganz meinen Vorstellungen von „Gourmet“. Pommes kommen für uns nicht in Frage, das ist sowieso schon klar und auch nicht schlimm. Zu einer Burger- und Wurstbude gehören auch Pommes. Im Normalfall hätte ich nun, wie so oft, Burgerpatty im Salatblatt gewählt. Das geht meistens gut, wenn es sich um hochwertiges Fleisch handelt. Und das bekommen auch ziemlich viele Burgerbuden in guter Qualität hin, wenn man mal von den großen Ketten absieht. Leider standen aber hinter den beiden Burgervarianten mehr Nummern, die uns auf verschiedenste Zusatzstoffe hinweisen sollten, als sonstige Zutaten. Das hat mich zugegebenermaßen sehr unangenehm überrascht. Ist doch der bekannte Koch, der seinen Namen für die Burgerbude hergibt, einer derjenigen, der zusammen mit zwei anderen in einer TV-Show regelmäßig Nervenzusammenbrüche bekommt, wenn er in einer Profiküche Fertigsoßen vorfindet. Vernehme ich bei einer solche Sendung aus dem Hintergrund lautes Wehklagen, ist für mich immer schon klar: Jetzt haben sie wieder das Tütensuppenlager ausgehoben! Das mag ich so gar nicht mit dem Zahlenburgerbraten vereinen. Aber vielleicht gilt die Regel, dass Glutamat direkt der Hölle entstammt, nur bei öffentlichen Auftritten.

Nebenan wurden Steaks und Würstchen vom Grill angeboten, ebenfalls vom bratwerk. Hier fiel die Hinweistafel etwas kürzer, aber nicht weniger schockierend aus. Da wir aber alle drei Hunger wie ein ganzes Rudel Wölfe hatten und wie oben schon beschrieben keine Alternative erreichbar war, haben wir uns zu Steaks und Würstchen ohne Brötchen hinreissen lassen. Immerhin sollten die laut Hinweistafel keinen Geschmacksverstärker enthalten, was die lange Zusatzstoffliste um eine Zahl reduzierte. Das Schwenksteak vom Grill, Kostenpunkt 6,-€ war ein absoluter Reinfall. Wer mich kennt, weiss, dass ich bei Fleisch so ziemlich alles vom Tier esse. Mir macht auch fettiges so gar nichts. Bacon kaufen wir ja auch nur im Paleogroßpack. Aber zähes macht mir was. Das mag ich nicht. Ich will mein Steak nicht mit den Zähnen auseinanderziehen sondern abbeissen können und bitte, ohne dass mir die Hälfte davon zwischen den Zähnen hängt. Die Currywurst fiel laut Aussage des Gatten wenigstens in die Kategorie essbar, war aber keine Offenbarung. Nach der Bratwurst fragte ich dann nicht mehr. Zu den Brötchen können wir uns nicht äußern, dem Aussehen nach wären sie aber auch zu Glutenzeiten kein Festmahl für mich gewesen.

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Für mich kommt noch eines dazu – es handelte sich hier um eine Sportveranstaltung – da darf man doch auch einmal daran denken, dass es Menschen geben könnte, die nicht ausschließlich von Fastfood leben. Natürlich muss man als Sportler nicht nur an Salatblättern knabbern und alles möglichst ökig grün haben. Aber wäre denn nicht noch irgendeine Kleinigkeit drin gewesen, die wenigstens so tut, als sei sie gesund und keine 20 Zahlen auf der Tafel benötigt? Und jetzt kommt mir bitte nicht mit den zehn traurigen Bananen, die man an der Burgerbude besichtigen konnte. Davon werde ich nämlich nicht satt, nicht einmal, wenn ich alle zehn esse. So!

Für mich ist daher beschlossene Sache, dass ich meine Verpflegung für unseren Start selbst zubereite.

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4 thoughts on “Tough Mudder und Paleoanerfutter – eine Herausforderung

  1. chriba76 sagt:

    Das erinnert mich an die Verpflegung im Festzelt, die uns bei einem einwöchigen Trainingslager angeboten wurde:
    Getränke: Bier, Cola, Fanta
    Essen: Currywurst, Pommes
    Davon sollten Sportler im heißesten und trockensten Sommer seit Jahren (2003) dreimal am Tag trainieren…. Seufz….
    Wie gut, dass wir den Gaskocher dabei hatten

    1. Caro sagt:

      Na prima! Wenn das die Verpflegung für mehrere Tage sein soll *urghs*.
      Immerhin gab es bei uns Wasser, das hätten wir aber auch dabei gehabt.

  2. Ariane sagt:

    ja da hast du echt recht, Caro… das fand ich auch total daneben, ich bin zwar nicht mehr Paleo seit 2014, aber achte auf die kohlenhydratzufuhr und Ernährung generell.
    Obwohl das noch nicht einmal so ausschlaggebend ist, sondern vielmehr eine normale, anständige, natürliche Kost eigentlich selbstverständlich sein sollte, VORALLEM an einem Sportevent! Wo man doch nicht alles Kosten spart!

    Was mich noch viel mehr schockiert hat und ich los werden will, sind die grauenvollen XXXXL Riegel, die sie tonnenweise rausgeworfen und den tough mudderern sogar unterewegs angeboten haben! Das fand ich ebenso übertrieben, wie als wollten sie die einfach nur loswerden! und ehrlich gesagt ich glaube ich habe mit allem was ich da in mich reingestopft bekommen habe (innerhalb der strecke UND am ziel nochmal, obwohl ich einmal bereits verzichtet hatte) eine Energiezufuhr von insgesamt 4 Mahlzeiten zu mir genommen… Das ist total daneben!
    Es wurde sehr verantwortungslos und nicht wirklich bewusst mir „Nahrungsmitteln“ umgegangen!

    So mal bissi Kritik von meiner Seite 😀 sorry dass es doch so lang wurde 😛

    LG Ari

    1. Caro sagt:

      Hi Ari,

      vielleicht kommen Sie ja auf die Idee die Verpflegung für zukünftige Rennen nochmal zu überdenken. Eine Auswahl wäre ja schon ewtas tolles gewesen. Man muss Steak und Wurst sicher nicht verteufeln, aber Alternativen müssen schonmal her.

      Liebe Grüße,
      Caro

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