Caro wird fit!

Shut up and squat!

Am Ende sind es dann doch über 5km. Gewalkte 5 km beim Lauf-ABC. Mann und Sohn sollen wegen meiner Mitgliedschaft in der Versehrtenvereinigung nicht auf das Lauf-ABC verzichten, deswegen waren wir die beiden letzten Wochenenden trotzdem dort. Der Gatte hat Leiste und bleibt dieses mal zuhause, der Sohn hat aber nix und muss volle Leistung zeigen. Wenigstens einer muss die Familienehre verteidigen. Und ich walke, immerhin. Nach dem zweiten Arztbesuch letzten Mittwoch habe ich nun die Erlaubnis zum Walking. Wenn alles gut geht darf ich ab Mitte Februar wieder winzigste Laufintervalle einbauen. Brav 500 m walken und 200 m laufen. Bis dahin finde ich walken völlig ok, vor allen Dingen wenn es so ist, wie diesen Sonntag. Die Tartanbahn ist zugeschneit und meine Schwägerin muss ebenfalls aufs Lauf-ABC verzichten. Das gönne ich ihr zwar nicht, aber so komme ich immerhin zu etwas Gesellschaft und zu einer guten Unterhaltung, bis alle übrigen verschwitzt zur letzten Laufrunde aufbrechen und wir somit die 5km voll haben. Sehr zufriedenstellende Sache. So könnten die Sonntagvormittage öfter sein.

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Gegen Ende machen wir noch eine kleine Fotorunde für „Athletes for Charity“ und ich tue zumindest so als würde ich laufen. Schrecklich sieht das aus, kein Wunder, dass mein Körper nicht laufen mag. Das bekommen wir schöner hin!

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Nachdem ich letzte Woche meinen Aquajoggingstart hatte läuft die Woche wie gehabt. Mittwoch Dehngedöns im Club und leise in mich rein weinen, weil ein tolles WOD an der Tafel stand. Donnerstag Pilates mit den Mädels und Freitag wieder Dehngedöns. Mittwoch und Samstag kommen dieses mal noch meine Besuche beim Physiotherapeuten dazu, der mir ein paar neue Übungen zeigt, die mir mit dem ISG helfen sollen. Darunter auch eine Art „Notfallplan“, wenn mal wieder alles total fest sitzt. Seitdem hat sich schon einmal meine Aufstehroutine geändert. Schon die ersten Minuten am Tag beginne ich mit Übungen, die hoffentlich langfristig dazu führen, dass ich auch mal wieder Spaß mit der Langhantel habe und nach einer Sportstunde mal wieder so richtig fix und fertig bin, mit leer gelutschten Kohlenhydratspeichern bis auf das letzte Molekül und das natürlich ohne spätere ISG-Beschwerden und Rücken- oder Hüftgezicke. Das wäre mal was. Mal wieder nach Luft japsen, schwitzen bis man gefühlt keinen Tropfen Wasser mehr im Körper hat. Bis dahin bin ich auch Samstag beim Aquajogging, ohne Trainer, dafür aber letzten Samstag mit Christiane von der Schabakery, die für mich gefühlte 200 Mal das Wort „Roooootweinkuchen“ sagt und das, wo ich doch nach der ganzen Weihnachtsvöllerei und einer sich wieder aufbauenden Weizenwampe so schön wieder in Paleo einsteigen wollte. Natürlich ist auch Christiane dann einzig und allein Schuld daran, dass ich mir später beim Einkaufen einen Muffin kaufen muss. Adios, Nachbrenneffekt, bis zum nächsten mal!
Und weil ich nicht gerne alleine leide – Rowtweinkuchenrezepte und andere Leckereien findet ihr auf Christianes Blog 🙂

Beim sonntäglichen Lauf-ABC laufe ich natürlich nicht mit. Dafür aber mein Sohn, auf den ich mächtig stolz bin, weil er jetzt auch wirklich ernsthaft anfängt zu laufen. Der Gatte läuft ein paar lockere Runden wegen einer Zerrung in der Leiste und die Schwägerin und ich gehen ein wenig auf der Tartanbahn spazieren, Walkingverbot habe ich ja auch. Ich fühle mich zum zuschauen verdammt. Am Ende weiß ich nicht einmal, wie lange wir spaziert sind, weil ich die Pulsuhr zwar zum testen angezogen und schön das GPS und meinen Puls gesucht, aber nicht gestartet habe. Großartige Leistung. Irgendwie passt das für mich zum Rest. Es fühlt sich alles nur so halb an.

6.30 Uhr am Schwimmbadeingang. Um zu dieser Zeit hier zu stehen, bin ich noch früher aufgestanden als sonst, schließlich liegt dazwischen auch noch eine etwas längere Fahrt. Gestern Abend fand mein Kopf, dass einschlafen noch nicht sein muss und das ziemlich lange. Deswegen bin ich heute müde. Sehr müde. So müde, dass ich gerne meinen Kopf auf den Ironman-Rucksack des Vordermannes legen und weiter schlafen möchte. Er würde das aushalten mit meinem Kopf, da bin ich ganz sicher, so ein Ironman kann ja ’ne Menge ab. Neben dem Rucksackmann stehen noch ganz viele andere Rucksackmänner, alle bereits mit Schwimmbrille und Kappe in der Hand. Als die Tür aufgeht ist das Gedränge groß, die meisten biegen aber direkt zum Eingang ab während ich an der Kasse ordnungsgemäß äußere, dass ich am Aquajogging teilnehmen will. Ich erhalte gegen die Zahlung von 8,-€ eine Eintrittskarte und einen Chip für das Aquajogging, ziehe mich um und beeile mich Richtung Springerbecken zu kommen, wo der Kurs statt finden soll. Laut Plan soll das um 6.30 Uhr sein. Mich verwundert das etwas, weil das Bad erst um 6.30 Uhr öffnet und man sich schlecht bereits in Badekleidung vom Eingang ins Becken beamen kann. So ein paar Maßnahmen gehören ja noch dazu. Umziehen zum Beispiel oder duschen. Am Becken angekommen ist da exakt überhaupt niemand, aber immerhin sind schon mal zwei Boxen mit Gürteln und Hanteln da. Sieht also ganz nach Kurs aus. Dafür ist aber in den anderen Becken die Hölle los. Die Rucksackmänner müssen in Sekundenschnelle noch beim reinlaufen Kappe und Schwimmbrille über den Kopf gezogen und sich ihrer Kleidung entledigt haben. Auf jeden Fall sind alle außer mir schon im Wasser. Nachdem ich eine Weile so rumstehe, beschließe ich mal jemanden anzusprechen und werde informiert, dass der Kurs erst um 7 Uhr anfängt. Das wären dann ganze 30 Minuten Dateverlängerung mit dem Kopfkissen gewesen. Danke für die Information liebe Bäderbetriebe http://www.bbf-frankfurt.de/bbfpublic/kurse_angebote_sonstige.htm.
Also versuche ich mich noch eine Weile mit schwimmen zu beschäftigen, bis mir einfällt, dass ich gar nicht Brustschwimmen darf. Da ich keine Schwimmbrille dabei habe, ist Kraulen für mich auch raus und Rückenschwimmen kann ich und mag ich nicht. So entscheide ich mich einfach zu warten. Der Trainer muss gesehen haben, wie ich da etwas ratlos aus dem Wasser steige und will mir nun schon einmal zu zeigen wie die ganze Sache überhaupt funktioniert.
Sekunden später finde ich mich mit Gürtel ausgestatt im Wasser wieder und will gerne untertauchen. Das ist mir irgendwie alles unangenehm. Komischerweise. Im Normalfall habe ich nämlich gar kein Problem damit, mich beim Sport völlig lächerlich zu machen. Ganz im Gegenteil, ich darf gar kein Problem damit haben, weil ich mich mindestens jede zweite Stunde einmal völlig zum Ei mache. Anders kann ich scheinbar nicht. Ich habe das Chaoten-Gen. In diesem Moment denke ich aber eher: „Hoffentlich sieht mich keiner!“. Das lässt in Runde drei etwas nach und ich fühle mich nicht mehr ganz so blöd. Dazu habe ich auch keine Puste und keinen Platz im Kopf, weil ich versuchen muss, die Bewegung hinzubekommen, ohne mit dem Gesicht im Wasser zu landen. In der Zwischenzeit ist auch ein ältere Dame dazu gekommen und prustet mit mir die Runden durch. So nach und nach fühle ich mich wohler in der Bewegung und nehme den restlichen Schwimmbadbetrieb nicht mehr wahr. Im Grunde ist es auch richtig schön, mein Puls sagt mir ebenfalls, dass ich da gerade ordentliche Arbeit leiste…wenn auch noch etwas unkoordiniert. Dafür werde ich aber angespornt vom lauten „Zack, zack, zack!!!“ des Trainers am Beckenrand. Am Ende muss ich sagen: Ich hatte Spaß. Kann man mal machen, dieses Aquajogging. Zumindest mal solange bis man nicht mehr Rotz und Wasser heulend neben den anderen Kindern stehen will, weil die alle Deadlifts machen dürfen und man selbst nicht mitspielen darf.

Walkingrunde

…letzter Lauf oder meine letzte Walking-Runde. Zur Zeit darf ich weder das eine noch das andere.
Aber fangen wir von vorne an. Nachdem nun schon seit Monaten verzweifelt versuche etwas an meiner Situation zu ändern, habe ich nun noch einen letzten Versuch unternommen und mir einen anderen Arzt gesucht. Genau zum richtigen Zeitpunkt, denn Dienstag war noch nicht einmal diese kurze Walking-Runde schmerzfrei drin. Nach den Massagen geht es mir zwar immer kurzfristig bessser. Zwei, drei Stunden später habe ich aber wieder Schmerzen.

Nun hatte ich gestern wieder eine ISG-Blockade und dazu noch eine Blockade der unteren Lendenwirbel. Ordentlich schmerzhaft mit steinhartem Muskelgewebe in diesem Bereich. Der Arzt sagt nun, dass jede Form von Stoßbelastung verboten ist. Damit fallen Laufen und Walken weg, aber auch Seilspringen. Kniebeugen und Deadlifts sind selbstverständlich ebenso raus. Ich darf Rad fahren, Aquajogging, Pilates, Yoga, Dehnen und ich soll meinen Bauch trainieren. Aus der Praxis ging ich mit dem Inhalt mehrerer Spritzen im Rücken, einem Rezept für Physiotherapie und einem neuen Termin in zwei Wochen.

Ob mich das nun weiter bringt, wird die Zeit zeigen. Bis dahin mache ich Mobility, Pilates und Yoga, sorge für eine stabile Mitte und bilde mich in Sachen Aquajogging weiter. Nachdem ich nun schon hundert Menschen erzählte, dass ich keine Lust habe, mich zwischen hundertjährigen, gürteltragenden Damen im Wasser wieder zu finden und mir 99 davon erzählten, dass das ganz anders sei, werde ich also mal etwas neues ausprobieren.

Natürlich bedeutet das auch, dass so ziemlich alle meiner Vorhaben für dieses Jahr geplatzt sind. Aber das ahnte ich bereits. Alles andere werden wir sehen.

Akute Blogunlust. Die Diagnose der letzten Wochen. Dazu kam akute Unfähigkeit zur Eigenmotivation und die Tatsache, dass ich immer noch nicht wirklich weiss, was meinen Körper vom Laufen abhält.

Aber erstmal: Ein frohes neues Jahr euch allen! Hoffen wir, dass 2015 viel positives für uns alle bereit hält und 2014 zeigt, wie man ein gutes Jahr werden kann.
Auch wenn 2014 natürlich nicht nur schlechtes passiert ist. So nah war der Bombenhagel an allerschlimmsten Lebenserfahrungen noch nie. Oft stand ich hilflos daneben, mit vor Entsetzen offenem Mund, ohne irgendeine Möglichkeit einzugreifen. Verglichen damit habe ich nur den ein oder anderen Splitter abbekommen, trotzdem wäre ich sehr froh, wenn das dieses Jahr einfach mal nur ausbleibt. Damit wäre 2015 schon um Längen besser. Was den Sport betrifft wäre überhaupt eine Bewegung ohne Schmerzen schon einmal ein riesiger Schritt nach vorne. Noch viel schöner wäre es, wenn der nächste Arzt, den ich aufsuche, mir endlich einmal sagt, was ich genau habe und was ich dagegen tun kann. Die Momente in denen ich mir sage, dass das sowieso alles nichts bringt, sie kommen immer öfter. Wenn ich mal wieder los laufe und nach 5 Minuten merke: das wird heute nichts. Dementsprechend mickrig sind auch meine Vorsätze für 2015. Ich habe einfach keine. Zur Zeit kann ich mich nur selbst enttäuschen, egal welchen Vorsatz ich fasse. Zuerst ist jetzt der Arztbesuch dran, dann sehen wir weiter. Und ich werde dann natürlich auch wieder ausführlicher hier berichten.

Habt alle einen guten Start! Falls ihr Vorsätze oder Ziele habt, dann wünsche ich euch, dass euch dabei nichts im Wege steht und ihr sie mit einem Lächeln im Gesicht erreichen könnt!

sieht mittlerweile wie folgt bei mir aus:

Montags bin ich im Core Sportclub. Meistens werfe ich nur einen sehnsüchtigen Blick auf die Tafel und wende mich dann aber meinem Spezialprogramm zu. Die ein oder andere Sache aus dem WOD mache ich noch mit, sämtliche Squatvarianten fallen zur Zeit aber einfach aus. Dafür kommen Dinge dazu, die ich früher nicht so intensiv betrieben habe. Zum Beispiel Seilspringen. Macht wirklich Spaß und hoffentlich bald hübsche Waden.

Core Equipment

Dienstags laufe ich. Zuerst rolle ich mich brav -wie angewiesen- über die Foam Roll, bewege alles einmal durch und laufe dann meinen Plan ab. Zur Zeit bin ich immerhin bei 4×10 Minuten Laufen/Joggen angekommen. Ein Fitzel zu schnell und das ISG schreit auf. Beim letzten mal habe ich es aber immerhin schmerzfrei bis fast zum Ende gebracht. Erst als ich die dämliche Idee hatte, noch eben schnell über die Straße zu hechten, bevor das nächste Auto angefahren kommt, zog es mir mal so richtig schön in die übliche Schmerzregion. Nach dem Lauf wird natürlich noch brav gedehnt und gerollt.
Zur Zeit bin ich übrigens riesig froh über die ordentliche Winterlaufkleidung, die ich mir jetzt endlich mal zuglegt habe. Im letzten Jahr habe ich mir einfach angezogen was da war und war entweder patschnass oder fror wie eine Wahnsinnige. Die beste Investition seit langem war eine Hose mit Windstopper. Endlich keine eiskalten Oberschenkel mehr!

Laufen

Mittwoch ist dann wieder das Core dran und heute Abend zusätzlich eine Trainingsstunde fürs Laufen. Donnerstags am Morgen bin ich Laufen und Abends gehe ich zum Pilates. Am Freitag das Core und der Samstag ist Pausentag. Erst am Sonntag geht es weiter mit Lauf-ABC. Das bedeutet zuerst schön Warmlaufen und sich dann vom Triathloncousin über die Bahn dirigieren lassen. Kniehebelauf, Skippings, Hopserlauf. Wie früher im Sportunterricht. Nur lustiger 🙂 Und ich merke tatsächlich, dass ich von mal zu mal besser mithalte. Es sieht auch nicht mehr ganz so furchtbar aus und ich möchte nicht mehr unbedingt direkt auf dem Boden zusammen brechen, wenn wir fertig sind.

Lust hätte ich auf mehr. Ich würde so gerne noch weiter Yoga machen, weil mir der Workshop so gut gefallen hat und mir fehlt das Samstagstraining im Club, das ich persönlich für das schönste halte. Nicht, weil das Training dann extrem anders wäre, es ist einfach eine andere Atmosphäre, es ist noch was vom Wochenende übrig, die meisten haben Zeit, die meisten sind entspannt. Nur irgendwann muss ich auch mal Pause machen. Ich bin kein Profisportler und mein Körper ist weit davon entfernt in einer guten sportlichen Verfassung zu sein. Da gilt es die Brötchen etwas kleiner zu backen.